Wie die Independent-Szene von Musik lebt
In einer Mini-Serie schreibt der Spiegel online darüber, wie sich mit Independent-Musik in unserer digitalen Download-Ära noch Geld verdienen lässt. Nee, eigentlich schreibt nicht der Spiegel selbst. Vielmehr hat der Spiegel 6 Leutz befragt – vom Labelbesitzer, über den Booker, Vertrieb bis zum Musiker – die da selbst zu Wort kommen. Was ziemlich charmant rüberkommt, weil der Tonfall, der Interviewten, in den Beiträgen von Konrad Lischka nicht glatt gebügelt wurde.
Die Serie beginnt mit dem der das Produkt herstellt: Dem Musiker! Hier ist es Olli Schulz, der uns in seinem Betrag zeigt, wie’s einem Musiker geht gehen kann. Er will zwar (wie wahrscheinlich alle Musiker) kein Geschäftsmann sein, sondern nur Musik machen, aber ganz ohne Business gehts nicht, selbst wenn einem die Labels, der Vertrieb und die Booker einen Teil abnehmen.
Bei Lars Lewerenz vom Ein-Mann-Label Audiolith spürt man besonders gut die Begeisterung für das, was er macht. Ich glaub’, er ist so der pragmatische Kämpfertyp.
Gunther Buskies vom Indie-Label Tapete Records in seinem Beitrag lässt uns hinter die Label-Kulissen gucken. Was ich besonders spannend fand, weil wir als Presswerk zwar viele (Indie-)Labels als Kunden haben, aber so genau das Leben im Label nicht kennen.
In seiner Tabelle “Wer verdient was an einer CD?” wird mal aufgeschlüsselt wieviel von einer verkauften CD bei wem hängen bleibt. Das dickste Stück vom Kuchen bekommt der Vertrieb.
Wobei ich natürlich nicht weiß, wie hoch deren Aufwand ist. Aber Oke Göttlich vom Digitalvertrieb Finetunes weiß darüber bestens Bescheid. Er erzählt untern anderem von den beeindruckenden Uploadkosten zu den Online-Plattformen.
Nach dem Beitrag von/über Artur Schock, der als Booker bei Audiolith arbeitet, weiß ich, dass DAS nicht mein Traumberuf wäre. Ich meine mit den Bands unterwegs zu sein, klingt echt spannend, aber der ganze organisatorische Rest … Himmel!









