ODS: Und weiter gehts – konfus

Wie heise online schreibt, gehts mit dem insolventen DVD-Werk in Dassow doch weiter. Die im Mai 2008 gegründete “Disc Technology GmbH” wird neue Besitzerin des Werks. “Die alten Manager sind die neuen” hat ein Sprecher von Jürgen Seidel, Wirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, den Sachverhalt bestätigt.

Der Insolvenzverwalter in Sachen ODS Dassow, Marc Odebrecht, hatte Ende vergangener Woche erklärt, das ebenfalls im Geschäft mit Datenträgern aktive dänische Unternehmen Dicentia habe den Zuschlag für das DVD-Werk erhalten.

Aber …

Die Ostsee-Zeitung berichtet nun, Dicentia habe gar keine Lizenzen für die angestrebte Produktion in Dassow. “Diese sollen künftig über die neu gegründete, vorgeschaltete Hamburger Gesellschaft beschafft werden – unter anderem von Mittrich, der damit an jeder produzierten DVD mitverdienen würde”

Und noch einen Bewerber um die Braut gab es:

Außer der defizitär arbeitenden Dicentia A/S, …, interessierte sich auch die spanische Iberdisc Optical Storage Solutions für eine Übernahme des Dassower DVD-Werks.

Richtig spannend für Insider ist der letzte Absatz des heise-Artikels:

Mit den Verhältnissen in Dassow vertraute Personen gehen aber davon aus, dass nicht nur Iberdisc sondern auch Dicentia vor allem am technischen Know-how beim Mastering gelegen ist, und dass dieses nach dem geplanten Neustart mit 70 Leuten im Juni nach und nach abgezogen wird. “In ein oder zwei Jahren wird dann das gleiche Fass erneut aufgemacht”, befürchtet ein früherer ODS-Mitarbeiter, der sich nicht mehr für einen Job in dem Werk bewerben wird. “Ich habe genug von dieser Bande”, lautet sein Resümee.

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